Hausarbeit im Hauptseminar Diesseits-Jenseits-Kodierung in der Literatur

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  2. Das Genre: Cyberpunk
  3. Der Autor - Jeff Noon
  4.1. Inhalt
  4.2. Erzählform, Struktur und Sprache
  4.3. Einordnung ins Genre
  5.1. „Wirkliche Welt“
  5.2. Vurt als virtuelle Realität
  5.3. Mythos
  5.4. Logos
  5.6. Raum
  5.5. Zeit
  6.1. Mensch/Maschine
  6.2 „Reine“/ „Hybriden“
  6.3. Körperlichkeit/Entkörperlichung
  7.1 Realität
  7.2 Identität
  8. Fazit: Vurt als erstrebenswertes Jenseits?
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4.3. Einordnung ins Genre

Im Gegensatz zu anderen Cyberpunk-Romanen spielt Technologie keine übergeordnete Rolle in Gelb. Computer kommen so gut wie überhaupt nicht vor, die virtuelle Realität in diesem Roman wird durch „Träume“ dargestellt, das Medium dafür sind Federn - und auch das Manchester der Zukunft präsentiert sich mit seinen Straßenzügen aus „altmodischen Mietshäusern“ (aaO, 23), durchfahren mit rostigen Bussen, ohne große Leuchtreklamen oder futuristische Verkehrmittel, eher anachronistisch. Von einigen Kritikern wird Gelb daher auch eher der Cyberpunk-verwandten Literatur oder dem avant pulp zugeordnet, als dem Cyberpunk selbst.
Allerdings behandelt Gelb die für den Cyberpunk zentralen Themen, wie die Gegenüberstellung von Wirklichkeit und virtueller Realität und die damit verbundenen Fragen nach Realität und der Identität des Menschen, weiterhin die biologische und technologische Veränderung des menschlichen Körpers. Außerdem wird die Ambivalenz zwischen einer angestrebten Transzendenz des Körpers bei einer gleichzeitigen starken Betonung der Körperlichkeit herausgestellt. Durch die außerhalb der Gesellschaft stehenden Protagonisten stellt Noon des Weiteren die Verbindung zum Punk her.



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